VON LIEBE & LEID

Die Liebe gilt als unergründlich, die Liebe macht doch was sie will.

Die Liebe hat so viele Gesichter, Selten eins.

Die Liebe müsste öfter wegsehen, weggehen von dem der liebt,

Hinsehen, hingehen zu dem der die Liebe nicht sieht.

Sie braucht einen Wirt der selbst so geliebt,

dass er geben kann aus Reichtum, aus vollen Taschen, frei drauf los.

In dem Moment wo sie, die Liebe, ohne Zurückhaltung geteilt wird,

ist sie plötzlich frei und groß und ergreifend und stark.

Der, welcher in Berührung mit dieser Liebe kommt, fühlt sich plötzlich

frei und groß und ergriffen und stark. Geliebt.

Das Leid gilt als unergründlich, das Leid macht doch sowieso nirgends halt.

Das Leid, es kommt so wie die Nacht. Immer wieder.

Das Leid müsste öfter wegsehen, weggehen von dem der leidet,

Gesehen & begegnet werden von dem der das Leid nicht spürt.

Das Leid braucht einen Gegner, der mit leidet

und deshalb helfend da ist, mit vollem Einsatz, frei drauf los.

In dem Moment wo es, das Leid, ohne Zurückhaltung geteilt wird,

ist es plötzlich kleiner und fassbarer und auszuhalten.

Begegnet der Leidende dem mit dem er sein Leid teilen kann fühlt er sich plötzlich

frei und groß und ergriffen und stark. Geliebt.

 

#wodubist

Daniel-John Riedl

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