WO IST DEIN GOTT JETZT?

KRIEG, TERROR, ARMUT, HUNGER, KRANKHEIT, SCHMERZ, VERLUST.

Was für ein Start in diesen Artikel. Ernsthaft? Warum das alles? Eine Erklärung, gar eine Antwort finden auf das Alles? Es scheint unmöglich die unfassbar großen Schrecken, die fast schon gelernten ewigen Konflikte, oder auch die persönlichen Momente des Unglücks überhaupt in einem Rahmen unterzubringen der es uns leichter machen würde zu verstehen, zu ertragen.

Die Bilder die wir sehen, uns ansehen, sie teilen, sie verbreiten. Die Bilder die uns nicht loslassen, die uns verfolgen, uns Angst machen. Die Bilder die uns vor Augen führen wie weit der Mensch geht; seiner Natur oder einem Gott folgend? Ich entscheide mich in diesem Moment dafür, dass es diesen Gott nicht geben kann, der mit seinem Namen und seinen Gesetzen dafür herhält Angst und Schrecken zu verbreiten, Massen aufzuwiegeln gegen den Nächsten oder Unruhe zu stiften aus niederen Instinkten. Ich entscheide mich in diesem Moment dafür, diesen Gott nicht zu kennen. Ich entscheide mich in diesem Moment dafür, mich von Orten und Menschen zu distanzieren, deren Gottesbild es offenbar legitimiert aus Überforderung, Angst & Hass heraus Gesellschaften, Gemeinschaften und Länder zu spalten.

ICH ENTSCHEIDE MICH ZU ZWEIFELN.

Wenn ich gefragt werde an welchen Gott ich glaube, dann antworte ich: „An Gott, Vater, Sohn und heiligen Geist.“ Mit dieser Antwort wird meine Überzeugung deutlich. Und das ist auch gut so. Ich glaube, dass es besser ist Menschen mit klaren Überzeugungen um sich zu haben, als solche die nicht wissen woran sie sich halten und orientieren. Ich glaube vor allem an einen Gott, der jeden Menschen geschaffen hat und bedingungslos liebt. Und hier kommt mein großes Problem.


Krieg, Terror, Armut, Hunger, Krankheit, Schmerz, Verlust. Wo ist mein Gott jetzt?


Ich möchte diese Begriffe zusammenfassen unter einem Wort welches in seiner Tragweite kaum noch verstanden wird. Not! Es ist die Not die uns umgibt. Not ist ein Mangel. Wie auch immer geartet, wie schwer sie im Allgemeinen oder individuellen Verständnis auch wiegt. Die Not, die wir empfinden treibt uns zu Meinungen, Überzeugungen, Aussagen & Taten. Aus Mangel heraus laufen wir los und bekämpfen das was, oder die welche wir für diesen Mangel verantwortlich einschätzen. Es gibt einen Satz der das Problem - denke ich - gut beschreibt. „Wenn du dich selbst nicht lieben kannst, kann dich auch niemand sonst lieben.“

Das was mich umgibt, das was ich in mir trage, die Ängste, Sorgen und Unsicherheiten; Die Not, der Mangel treiben mich zu der Frage „Wo ist mein Gott jetzt?“ Wo ist der Gott an den ich glaube und der mir verspricht für mich da zu sein? Wo ist der Gott von dem ich glaube dass er helfen kann? Wo ist der Gott von dem ich glaube dass er Leidenden begegnet? Wo ist der Gott von dem ich sage, dass er alle Menschen liebt? Wo ist der Gott über den ich bezeuge, dass er gerecht ist? WO? Wo ist dieser Gott? Die Antworten die man versucht mir zu geben helfen nicht. Also, Noch einmal. WO IST GOTT JETZT?


Stille.

ICH ENTSCHEIDE MICH ZU GLAUBEN.

„Glaube ist das überzeugt sein von etwas, was man nicht sieht.“ Schade. Moment, wie wäre es so herum? „Glaube ist nur dann überzeugend, wenn man ihn sieht.“ Mein Glaube gibt mir neben allen inhaltlichen Herausforderungen und Auseinandersetzungen vor allem eines mit: LIEBE DEINEN NÄCHSTEN. Was heißt das nun konkret? Sei für den anderen da. Hilf, da wo Hilfe benötigt wird. Sei der, der das Leid des anderen sieht und lindert. Sei ein Freund für Menschen. Sei gerecht und hilf deinem Nächsten Gerechtigkeit zu erfahren. Ich sprach vorhin von dem Mangel, von der Not. Wenn nun aber mein Glaube das Fundament für meine Meinungen, Überzeugungen, Aussagen & Taten ist? Was wenn mein Glaube nun in der Lage ist der Not - Krieg, Terror, Armut, Hunger, Krankheit, Schmerz, Verlust – zu begegnen? Was wenn mein Glaube mich lehrt und mich dazu treibt meinen Nächsten zu lieben, zu achten, zu respektieren, anzunehmen und vielleicht auch manchmal auszuhalten?; Egal, woher er kommt und was er glaubt oder eben auch nicht glaubt.

WO IST MEIN GOTT JETZT?

#wodubist

Liebe Grüße

Daniel-John Riedl

Kommentar schreiben

Kommentare: 10
  • #1

    Markus Galla (Dienstag, 13 Januar 2015)

    Hallo Daniel,

    besser hätte man es nicht sagen können. Wichtig ist vor allem, dass der Glaube keine passive Angelegenheit ist, sondern eine sehr aktive. Wir, die Menschen, von Gott geliebt, nach seinem Ebenbild geschaffen, sind sein verlängerter Arm hier auf Erden. Nicht ein Heer von Engeln oder ein König mit Schwert, der alle Feinde vernichten wird. Mit Jesus wurde uns das sehr deutlich vor Augen gehalten. Nächstenliebe ist das, was in der Not hilft. Und genau das ist es, was uns auch mit dem Islam verbindet. Auch dem Moslem ist Nächstenliebe wichtig, also reicht man ihm - gerade in Krisenzeiten wie jetzt - die Hand und verteufelt ihn nicht. Radikale Menschen kennen keine Nächstenliebe, obwohl sie sich auf ihre Religion stützen. Das gilt für Christen wie Moslems. Gott - egal ob Dreieiniger Gott oder nicht - ist da, wo Nächstenliebe ist. Der muslimische Angestellte, der mehreren Menschen bei der Geiselnahme in Paris das Leben gerettet hat, hat nicht weniger Nächstenliebe bewiesen und damit in Gottes Sinne gehandelt als es ein Christ getan hätte. Er hat genauso seinen Geboten gemäß gehandelt wie ein Christ, der Jesus nachfolgt, es auch getan hätte (oder hätte tun sollen). Gott war garantiert da. Gott erwartet gar nicht viel von den Menschen. Wir müssen keine Opfer bringen und ihm den ganzen Tag über huldigen, hunderte von Geboten befolgen und uns für jede Sünde geißeln. Er erwartet nur dieses simple eine Sache: Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst. Alles andere ergibt sich daraus. Wer dieses Gebot befolgt, hat Gott auf seiner Seite.

  • #2

    Klara (Mittwoch, 11 Februar 2015 14:48)

    Naechstenliebe, ja das ist wichtig. Und zeigen, dass wir durch Gott handeln. Er hat uns die Verantwortung und auch direkt die Moeglichkeit gegeben etwas zu tun. Das leid zu sehen ja, und es dann zu begreifen, dem Leid zu begegnen. Dafuer muessen wir aber wissen woher das Leid kommt. Einem armen Kind auf der Strasse ein Stueck Brot in die Hand druecken wird die Welt nicht retten, wenn wir aber wissen welche Machtspielchen grosser Konzerne und Firmen aus Deutschland und Europa treiben, und wie sie damit in den Entwicklungslaendern grosse Schaeden anrichten dann koennen wir uns aufraffen und diese nicht weiter unterstuetzen. Gott hat uns eine Welt geschenkt in der es genug Ressourcen und Lebensmittel fuer 12 Milliarden Menschen gibt, warum die Haelfe der zurzeit 7 Milliarden Menschen auf der Erde trotzdem hungert, muessen wir uns selber fragen. Gott hat uns die Moeglichkeit gegeben zu hinterfragen was hier passiert, lasst uns das tun und Staerke beweisen um aus dieser Erde ein Ort Gottes zu machen. Fuer jeden!

  • #3

    Rebecca Broder (Donnerstag, 02 Februar 2017 04:57)


    Hello there! Quick question that's completely off topic. Do you know how to make your site mobile friendly? My web site looks weird when browsing from my iphone 4. I'm trying to find a template or plugin that might be able to resolve this issue. If you have any recommendations, please share. Thanks!

  • #4

    Keva Fennelly (Donnerstag, 02 Februar 2017 20:00)


    great issues altogether, you just gained a logo new reader. What could you recommend in regards to your put up that you simply made a few days in the past? Any sure?

  • #5

    Bart Hollins (Samstag, 04 Februar 2017 05:49)


    Hey! Would you mind if I share your blog with my twitter group? There's a lot of people that I think would really appreciate your content. Please let me know. Thanks

  • #6

    Isis Rusin (Dienstag, 07 Februar 2017 00:28)


    This is very interesting, You're a very skilled blogger. I have joined your feed and look forward to seeking more of your excellent post. Also, I've shared your site in my social networks!

  • #7

    Wilber Ruhland (Mittwoch, 08 Februar 2017 16:50)


    I like the helpful info you provide in your articles. I will bookmark your weblog and check again here frequently. I'm quite certain I will learn many new stuff right here! Good luck for the next!

  • #8

    Brianna Gibby (Mittwoch, 08 Februar 2017 22:06)


    I just couldn't depart your site prior to suggesting that I extremely loved the usual info a person supply to your guests? Is gonna be again continuously to check up on new posts

  • #9

    Maragaret Alexander (Donnerstag, 09 Februar 2017 11:50)


    Write more, thats all I have to say. Literally, it seems as though you relied on the video to make your point. You obviously know what youre talking about, why waste your intelligence on just posting videos to your blog when you could be giving us something informative to read?

  • #10

    Karol Engel (Freitag, 10 Februar 2017 05:23)


    Great beat ! I wish to apprentice while you amend your web site, how can i subscribe for a blog site? The account helped me a acceptable deal. I had been tiny bit acquainted of this your broadcast offered bright clear idea